Mikroinzisionales Entfernen des Glaskörpers mit direktem chirurgischem Zugang zur vitreoretinalen Grenzfläche - das definitive Verfahren bei Netzhautablösung, Makulaforamen, epiretinaler Membran und vielen Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts.
Die Pars-plana-Vitrektomie (PPV) ist der grundlegende operative Eingriff bei Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts. Über 23G-, 25G- oder 27G-Trokar-Kanülensysteme werden drei Mikroinzisionen in der Pars plana (3,5-4 mm hinter dem Limbus) angelegt. Ein Vitrektom, eine Infusionskanüle und ein Endoilluminator werden eingeführt, sodass der Operateur den Glaskörper entfernen und Pathologien an der vitreoretinalen Grenzfläche unter hochvergrößerter Mikroskopie und Weitwinkel-Endoillumination direkt behandeln kann. Moderne Small-Gauge-Systeme (25G/27G) erzeugen nur 0,5-0,7 mm große Inzisionen, die meist selbstabdichtend sind, was das Operationstrauma deutlich reduziert und die Erholung beschleunigt. Die Indikationen für PPV sind breit: rhegmatogene Netzhautablösung (insbesondere bei proliferativer Vitreoretinopathie oder Riesennetzhautrissen), traktionsbedingte Netzhautablösung (bei Diabetes oder RVO), Makulaforamen (mit Peeling der inneren Grenzmembran zur Förderung des Verschlusses), epiretinale Membran (Membranpeeling), Glaskörperblutung, intraokulare Fremdkörperentfernung, infektiöse Endophthalmitis und symptomatische Glaskörpertrübungen (Floaterektomie). Am Ende des Eingriffs wird in der Regel ein intraokulares Tamponademittel eingebracht - Luft, SF6-Gas, C3F8-Gas oder Silikonöl -, um die Netzhautwiederanlage zu stabilisieren. Bei Gastamponade ist bis zur Resorption eine strikt einzuhaltende postoperative Bauchlage oder krankheitsspezifische Lagerung nötig (SF6 etwa 2 Wochen, C3F8 etwa 6-8 Wochen). Silikonöl erfordert in der Regel eine geplante zweite Operation zur Entfernung nach 3-6 Monaten.
Schnellübersicht
Behandlung
1 hours – 3 hours
Beobachtung
1 days – 0.2 months
Geschätzte Kosten
¥2,746.68 – ¥8,739.43
Abteilung
Augenheilkunde
Für wen ist das geeignet
Schritt-für-Schritt-Ablauf

Die Anästhesie richtet sich nach Operationskomplexität und Kooperationsfähigkeit: peribulbäre oder retrobulbäre Blockade bei kooperativen Erwachsenen; Allgemeinanästhesie bei Kindern, unruhigen Patientinnen und Patienten oder erwarteter Operationsdauer über 2 Stunden. Die Lagerung erfolgt in Rückenlage mit stabilisiertem Kopf.
Drei Trokar-Kanülen (23G/25G/27G) werden in der Pars plana (3,5-4 mm hinter dem Limbus) eingeführt: inferior eine Infusionskanüle zur Aufrechterhaltung des Augeninnendrucks sowie superotemporal und supranasal zwei Arbeitszugänge. Die Infusion wird gestartet und ein freier Fluss in die Glaskörperhöhle bestätigt.
Ein Weitwinkel-Visualisierungssystem (BIOM oder RESIGHT) wird eingesetzt. Unter heller Endoillumination entfernt das Hochgeschwindigkeits-Vitrektom (5.000-10.000 rpm) systematisch den zentralen und peripheren Glaskörper und beseitigt gleichzeitig Blutungen, Entzündungszellen oder Trübungen.
Es folgen krankheitsspezifische Schritte: Makulaforamen / ERM - ILM- oder Membranfärbung mit Triamcinolon-Unterstützung und anschließendes Peeling mit Mikroforceps; Netzhautablösung - Injektion von Perfluorcarbon-Flüssigkeit (PFCL) zum Abflachen der Netzhaut, Behandlung der Defekte mit Endolaser und Drainage subretinaler Flüssigkeit; diabetische Traktionsmembran - stufenweise Delamination und Segmentierung fibro-vaskulärer Proliferationen zur Entlastung der Traktion.
Bei Verwendung von PFCL erfolgt zunächst ein Flüssig-Luft-Austausch; anschließend wird je nach Diagnose und Netzhautsituation das Tamponademittel eingebracht (Luft, SF6, C3F8 oder Silikonöl). Die Trokar-Kanülen werden entfernt; 25G-/27G-Wunden verschließen sich meist ohne Naht selbst. Subkonjunktival werden Antibiotikum und Steroid injiziert, anschließend folgen antibiotische Salbe und Augenverband.
Patientinnen und Patienten mit Makulaforamen beginnen sofort mit der Bauchlage. Bei Netzhautablösung wird die Lagerung so gewählt, dass die Gasblase den behandelten Defekt kontaktiert. Das Pflegepersonal erläutert die genaue Lagerung vor Verlassen des Operationsbereichs ausführlich und überprüft das Verständnis.
Die PPV ist ein einmaliger Eingriff, allerdings kann eine zweite Operation nötig werden (Silikonölentfernung nach 3-6 Monaten; erneute PPV bei komplexer Rezidivablösung). Postoperativ sind über 4-6 Wochen antibiotische, steroidale und mydriatische Tropfen erforderlich.
Kosteninformationen
Geschätzte Preisspanne
¥2,746.68 – ¥8,739.43
Enthaltene Leistungen
Öffentliche 3A-Krankenhäuser, internationale Abteilung: 25G-Mikroinzisions-Vitrektomie (Netzhautablösung) einschließlich stationärem Aufenthalt etwa ¥22.000-35.000; komplexe Fälle (PDR mit Traktionsablösung, Silikonölfüllung) einschließlich stationärem Aufenthalt etwa ¥35.000-55.000. Hochwertige private Augenzentren: Mikroinzisions-Vitrektomie (Netzhautablösung/Makulaforamen) als Gesamtbehandlung etwa ¥40.000-70.000, mit Einzelzimmer, großzügiger OP-Zeit, erfahrenem Spezialisten als Hauptoperateur und detailliertem postoperativem Management.
Vor Ihrem Besuch
Wenn Sie bereits aktuelle, gültige Testergebnisse haben, bringen Sie die Berichte mit. Andernfalls können diese Untersuchungen in der Regel vor dem Eingriff in China durchgeführt werden.
Makula-OCT (Beurteilung von Netzhautstruktur, vitreoretinaler Grenzfläche und Ausmaß der Ablösung)
B-Bild-Sonographie des Auges (Beurteilung von Glaskörper und Netzhaut, besonders wichtig bei getrübten Medien)
Fluoreszenzangiographie (FFA - Beurteilung der retinalen Gefäße; vor diabetischer PPV obligat)
Achslänge und Keratometrie (Beurteilung bei hoher Myopie; IOL-Berechnung, falls später Silikonöl entfernt werden soll)
Messung des Augeninnendrucks
Systemisches präoperatives Screening (EKG, Blutbild, Gerinnung, Blutzucker)
Mitbringen erforderlich
Aktuelle Fundus-OCT-, B-Scan- und FFA-Befunde
Anamnese (bei Diabetes ist die Kontrolle besonders wichtig)
Unterlagen zu Antikoagulanzien (Aspirin, Warfarin - perioperativer Plan erforderlich)
Unterlagen zu früheren Augenoperationen
Reisepass und gültiges Visum
Ein stationärer Aufenthalt von 3-7 Tagen (bei komplexen Fällen länger) ist erforderlich, und die Unterstützung durch Angehörige ist wesentlich - insbesondere bei notwendiger Bauchlage nach Makulaforamen, da 5-7 Tage Bauchlage die Alltagsfunktion stark einschränken und aktive Hilfe erfordern. Auch die Begleitung zu ambulanten Nachkontrollen ist wichtig.
Nach der Behandlung
Die strikte Einhaltung der verordneten Lagerung nach der Operation (bei Makulaforamen meist 5-7 Tage Bauchlage) ist entscheidend für den Operationserfolg; nicht von den Vorgaben abweichen
Solange intraokulares Gas vorhanden ist, darf keinesfalls geflogen werden - die Gasexpansion in der Höhe kann einen akuten Augeninnendruckanstieg über 60 mmHg auslösen und dauerhaftes Sehvermögen gefährden
Sehr schlechtes Sehen während der Gastamponade ist normal; das Sehvermögen bessert sich schrittweise mit der Gasresorption
Alle verordneten Augentropfen (Antibiotikum + Mydriatikum + Steroid) müssen über 4-6 Wochen strikt angewendet werden
Mindestens 1 Monat lang anstrengende körperliche Aktivität, Vorbeugen aus der Taille und schweres Heben vermeiden
Bei plötzlichem Sehverlust, starker Zunahme von Floaters oder zunehmender Rötung sofort augenärztlich vorstellen
Kontrollen an Tag 1, Tag 3, Woche 1, Woche 2 (Beurteilung der Gasresorption), Monat 1 und Monat 3. Bei Silikonöl wird die Ölentfernung nach 3-6 Monaten geplant.
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