Erkrankte Kronenpulpa wird entfernt, während die Vitalität der Wurzelpulpa erhalten bleibt. Häufig bei jungen bleibenden Zähnen oder ausgewählten Pulpaexpositionen.
Bei der Vitalamputation wird unter strenger Trockenlegung und aseptischen Bedingungen die infizierte oder gereizte Kronenpulpa entfernt, die gesunde Wurzelpulpa erhalten und mit biokompatiblem Material abgedeckt, um die Vitalität der Pulpa zu bewahren. Sie wird häufig bei jungen bleibenden Zähnen mit tiefer Karies und Pulpaexposition, traumatischer Pulpaexposition oder teilweise reversibler Pulpitis eingesetzt. Ziel ist es, die weitere Wurzelentwicklung zu fördern und die sensorische sowie Abwehrfunktion des Zahns zu erhalten. Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen von Pulpavitalität, Wurzelentwicklung und apikalen Veränderungen erforderlich.
Schnellübersicht
Behandlung
1 hours – 2 hours
Beobachtung
0 mins – 1 days
Geschätzte Kosten
€62 – €200
Abteilung
Kinderzahnheilkunde
Für wen ist das geeignet
Schritt-für-Schritt-Ablauf

Lokalanästhesie und Kofferdamisolation des betroffenen Zahns verhindern Speichelkontamination und sichern aseptische Bedingungen.
Mit Rosenbohrer oder Exkavator wird kariöses Gewebe entfernt und das Dach der Pulpakammer vollständig abgetragen, sodass die Pulpenkammer freiliegt.
Mit scharfem Exkavator oder sterilem Hochgeschwindigkeits-Rosenbohrer wird die Kronenpulpa auf Höhe der Kanaleingänge abgetragen, 1-2 Millimeter unterhalb der Kanaleingänge. Infizierte Kronenpulpa wird vollständig entfernt, ohne Pulpareste in der Kammer zu belassen.
Die Kavität wird mit Kochsalzlösung gespült; ein kleines Wattepellet dient zur Blutstillung. Bei stärkerer Blutung kann mit einem in Kochsalz getränkten Pellet sanft auf die Schnittfläche gedrückt werden; innerhalb von 5 Minuten sollte die Blutung stillstehen.
Wenn keine Blutstillung möglich ist, wird je nach Situation tiefer amputiert oder auf Wurzelkanalbehandlung umgestellt.
Ein Überkappungsmaterial wird etwa 1 mm dick auf die Pulpa-Schnittfläche aufgebracht, häufig Calciumhydroxid, MTA (Mineral Trioxide Aggregate) oder bioaktive Materialien wie iRoot BP Plus.
Zum Schluss wird die Kavität temporär verschlossen; nach 2-4 Wochen Beobachtung erfolgt die definitive Füllung.
Der Eingriff selbst wird in einer Sitzung abgeschlossen; nach 2-4 Wochen erfolgt die definitive Füllung. Danach sind regelmäßige Kontrollen zur Überwachung der Wurzelpulpa nötig.
Kosteninformationen
Geschätzte Preisspanne
€62 – €200
Enthaltene Leistungen
Anästhesie, Materialkosten (klassisches Calciumhydroxid, bioaktive Keramik), Behandlungsgebühr (Mikroskoptechnik, Vitalamputation, einfache Füllung).
Vor Ihrem Besuch
Wenn Sie bereits aktuelle, gültige Testergebnisse haben, bringen Sie die Berichte mit. Andernfalls können diese Untersuchungen in der Regel vor dem Eingriff in China durchgeführt werden.
Röntgenaufnahme zum Ausschluss apikaler Läsionen und Wurzelresorption sowie zur Beurteilung der Wurzelentwicklung
Zahnärztliche Untersuchung und Pulpavitalitätstest zur Beurteilung des Pulpazustands
Ausführliche Anamnese
Mitbringen erforderlich
Aktuelle zahnärztliche Bildgebung (periapikales Röntgenbild oder CBCT, falls vorhanden)
Frühere zahnärztliche Behandlungsunterlagen
Aufzeichnung von Zeitpunkt und Versorgung eines Zahntraumas (falls zutreffend)
Medikamentenallergien
Informationen zur allgemeinen Krankengeschichte
Eine erwachsene Begleitperson für Heimweg und Beobachtung wird empfohlen; bei Vollnarkose, Sedierung, größeren Eingriffen, Kindern oder eingeschränkter Mobilität sollte die Begleitung nach Klinikvorgaben organisiert werden.
Nach der Behandlung
1-2 Tage nach der Operation kann ein leichtes Druck- oder Spannungsgefühl auftreten; harte Speisen sowie kalte, heiße, saure oder süße Reize vermeiden.
2 Stunden nach der Operation sind kühle bis lauwarme flüssige Speisen möglich; 2 Wochen nicht mit der betroffenen Seite auf harte Speisen beißen.
Mundhygiene erhalten; bei Kindern sollten Eltern die Mundhygiene überwachen und fluoridhaltige Zahnpasta zur Vorbeugung von Sekundärkaries verwenden.
Bei anhaltenden oder zunehmenden klinischen Beschwerden rechtzeitig vorstellen, um eine Infektion auszuschließen.
Regelmäßige Kontrollen nach 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten, 1 Jahr und 2 Jahren mit Röntgenaufnahmen zur Beurteilung der Wurzelentwicklung.
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