Eine außerhalb des Mundes gefertigte Restauration wird in den Zahndefekt eingesetzt, um Form und Funktion wiederherzustellen; eine minimalinvasive, gegenüber klassischer Füllung oft vorteilhafte Versorgung.
Ein Inlay ist eine Restauration, die in einen Zahndefekt eingesetzt wird, um Form und Funktion wiederherzustellen. Die Restauration wird außerhalb des Mundes hergestellt, im Labor oder computergestützt per CAD/CAM, und anschließend in den Defekt geklebt. Gegenüber klassischer Komposit- oder Amalgamfüllung bietet sie bessere Randpassung, mechanische Eigenschaften und Wiederherstellung der Kontaktpunkte. Je nach Ausdehnung unterscheidet man Inlay und Onlay. Ein Inlay liegt nur im Defekt und bedeckt keine Höcker; ein Onlay bedeckt einzelne oder alle Höcker und eignet sich für größere Defekte. Materialien sind Keramik, Komposit und Metall, wobei Keramikinlays wegen Ästhetik und Festigkeit häufig im Seitenzahnbereich verwendet werden. Die adhäsive Technik muss genau eingehalten werden; meist sind 2 Termine nötig.
Schnellübersicht
Behandlung
1 hours – 2 hours
Beobachtung
0 mins – 1 days
Geschätzte Kosten
€100 – €700
Abteilung
Prothetik
Für wen ist das geeignet
Schritt-für-Schritt-Ablauf

Kariöses Gewebe und alte Füllungen werden entfernt, die Inlaykavität vorbereitet, z. B. kastenförmig oder mit Schwalbenschwanzretention, und die Wände um etwa 6 Grad divergierend gestaltet.
Für Onlays muss Höckerüberdeckungsspielraum von etwa 2 mm geschaffen werden. Nach Retraktion wird ein Silikonabdruck oder intraoraler Scan für den digitalen Abdruck genommen, und ein provisorisches Inlay schützt den Zahn sowie Kontakt und Okklusion.
Das Modell wird ins zahntechnische Labor geschickt; die Herstellung dauert etwa 1-2 Wochen.
Digitale Restaurationen können am selben Tag fertiggestellt werden.
Das Provisorium wird entfernt und der Zahn gereinigt. Das Inlay wird einprobiert, Randpassung, Kontaktpunkt und Okklusion werden geprüft. Vor dem Kleben werden Zahnfläche geätzt und Adhäsiv aufgetragen.
Keramikinlays benötigen zusätzlich Flusssäureätzung und Silanisierung. Mit Kompositzement wird geklebt, lichtgehärtet, überschüssiger Zement entfernt, Frühkontakte werden eingeschliffen und die Oberfläche poliert.
Regelmäßige Kontrollen beurteilen Randpassung und Kontaktbeziehung des Inlays.
Meist 2 Termine im Abstand von etwa 1-2 Wochen; digitale Inlays können bei geeigneten Bedingungen in 1 Termin fertiggestellt werden, etwa 2-3 Stunden.
Kosteninformationen
Geschätzte Preisspanne
€100 – €700
Enthaltene Leistungen
Digitales/Gipsmodell, Zahnpräparation, Material (Komposit/Gusskeramik/Zirkonoxid), Herstellungsverfahren (klassisch/digital) und adhäsive Befestigung.
Vor Ihrem Besuch
Wenn Sie bereits aktuelle, gültige Testergebnisse haben, bringen Sie die Berichte mit. Andernfalls können diese Untersuchungen in der Regel vor dem Eingriff in China durchgeführt werden.
Klinische Munduntersuchung: Beurteilung von Umfang und Tiefe des Defekts, Stärke der Restzahnhartsubstanz, Okklusion und Parodontalzustand
Röntgenbild: Beurteilung von Kariestiefe, Pulpazustand, apikalen Läsionen und Approximalbereich
Pulpavitalitätstest zur Entscheidung, ob eine Wurzelkanalbehandlung nötig ist
Abdruck oder intraoraler Scan zur Herstellung eines Studienmodells und Analyse von Okklusion und Kontaktpunkten
Mitbringen erforderlich
Aktuelle orale Bildgebung (periapikales Röntgenbild, Bissflügelaufnahme oder CBCT, falls vorhanden)
Frühere zahnärztliche Unterlagen, insbesondere Füllungen, Wurzelkanalbehandlung oder Kronenversorgung
Bestehende Restaurationen oder okklusionsbezogene Unterlagen (falls vorhanden)
Medikamentenallergien
Informationen zur allgemeinen Krankengeschichte
In der Regel ist keine Begleitung erforderlich; bei Kindern, älteren Menschen, Schwangerschaft, Begleiterkrankungen oder wenn Essen und Heimweg nach der Behandlung beeinträchtigt sein könnten, wird eine Begleitung durch Angehörige empfohlen.
Nach der Behandlung
Innerhalb von 24 Stunden nach dem Kleben nicht mit dem restaurierten Zahn kauen.
Mit dem restaurierten Zahn keine harten Dinge wie Knochen, Nüsse oder Krabbenschalen aufbeißen.
Mundhygiene erhalten und Zahnseide in den Inlay-Zwischenräumen verwenden, um Sekundärkaries zu verhindern.
Regelmäßige Kontrollen der Randpassung und auf Frakturen.
Etwa 1 Woche postoperativ Kontrolle von Okklusion und Kontaktpunkt; danach regelmäßige Kontrollen alle 6-12 Monate.
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