Bei jungen bleibenden Zähnen mit nicht abgeschlossenem Apex und nekrotischer Pulpa wird durch Infektionskontrolle und Induktion einer apikalen Barriere der Zahnerhalt ermöglicht.
Die Apexifikation wird bei jungen bleibenden Zähnen mit Pulpanekrose und noch offenem Apex eingesetzt. Durch Kontrolle der Wurzelkanalinfektion und Anwendung von Calciumhydroxid oder biokeramischen Materialien wird die Bildung einer harten Gewebebarriere an der Wurzelspitze induziert. Ziel ist es, den offenen Apex abdichtbar zu machen, sodass eine Wurzelkanalfüllung abgeschlossen und der Zahn erhalten werden kann. Da die Kanalwände dünn und die Wurzel frakturanfällig sind, müssen während und nach der Behandlung harte Aufbisse vermieden und je nach Defekt eine schützende Restauration geplant werden.
Schnellübersicht
Behandlung
1 hours – 2 hours
Beobachtung
0 mins – 1 days
Geschätzte Kosten
€200
Abteilung
Kinderzahnheilkunde
Für wen ist das geeignet
Schritt-für-Schritt-Ablauf

Nach regulärer Trepanation wird der Wurzelkanal wiederholt mit Kochsalzlösung oder Natriumhypochlorit gespült, um infiziertes nekrotisches Pulpagewebe zu entfernen, und instrumentell aufbereitet.
Nach Trocknung des Kanals wird ein mildes intrakanaläres Desinfektionsmedikament, z. B. Calciumhydroxidpaste, eingebracht. Ob weitere antimikrobielle Medikamente verwendet werden, sowie Wechselintervall und Einlagedauer, entscheidet der Arzt anhand von Exsudation, Symptomen und Bildveränderungen.
Calciumhydroxid oder biokeramisches Induktionsmaterial wird schichtweise in den Kanal eingebracht und bis zum Kontakt mit apikalem Gewebe gefüllt, um Stammzellen im apikalen Bereich anzuregen und die Bildung einer apikalen Barriere zu fördern.
Die Kavität wird temporär verschlossen, um Mikroleckage zu verhindern; danach erfolgen Beobachtung und Nachkontrollen.
Alle 3-6 Monate wird eine Röntgenkontrolle durchgeführt. Wenn das Röntgenbild Apexbildung oder kalzifizierten Verschluss am Wurzelende zeigt und der Zahn symptomfrei ist, erfolgt die definitive Wurzelkanalfüllung.
In der ersten Phase sind mehrere Kontrollen mit Medikamentenwechsel nötig, meist alle 1-3 Monate, bis die apikale Entzündung kontrolliert ist und keine deutliche Exsudation mehr besteht. In der zweiten Phase wird nach Erreichen abdichtbarer Apexbedingungen definitiv gefüllt. Die Gesamtdauer beträgt meist 6-24 Monate und variiert individuell.
Kosteninformationen
Geschätzte Preisspanne
€200
Enthaltene Leistungen
Anästhesie, Materialkosten (klassisches Calciumhydroxid, bioaktive Keramik), Behandlungsgebühr (Mikroskoptechnik, Apexifikation, einfache Füllung).
Vor Ihrem Besuch
Wenn Sie bereits aktuelle, gültige Testergebnisse haben, bringen Sie die Berichte mit. Andernfalls können diese Untersuchungen in der Regel vor dem Eingriff in China durchgeführt werden.
Röntgenaufnahme zum Ausschluss apikaler Läsionen und Wurzelresorption sowie zur Beurteilung der Wurzelentwicklung
Zahnärztliche Untersuchung und Pulpavitalitätstest zur Beurteilung des Pulpazustands
Ausführliche Anamnese
Mitbringen erforderlich
Aktuelle zahnärztliche Bildgebung (periapikales Röntgenbild oder CBCT, falls vorhanden)
Frühere zahnärztliche Behandlungsunterlagen
Aufzeichnungen zu Zahntrauma, Fraktur eines Dens evaginatus oder früherem Infektionsverlauf (falls zutreffend)
Medikamentenallergien
Informationen zur allgemeinen Krankengeschichte
Eine erwachsene Begleitperson für Heimweg und Beobachtung wird empfohlen; bei Vollnarkose, Sedierung, größeren Eingriffen, Kindern oder eingeschränkter Mobilität sollte die Begleitung nach Klinikvorgaben organisiert werden.
Nach der Behandlung
1-2 Tage nach der Behandlung kann ein leichtes Druck- oder Spannungsgefühl auftreten; dies ist normal.
2 Stunden nach der Behandlung sind kühle bis lauwarme flüssige Speisen möglich; 2 Wochen nicht mit der betroffenen Seite auf harte Speisen beißen.
Mundhygiene erhalten; bei Kindern sollten Eltern die Mundhygiene überwachen und fluoridhaltige Zahnpasta zur Vorbeugung von Sekundärkaries verwenden.
Bei anhaltenden oder zunehmenden klinischen Beschwerden rechtzeitig vorstellen, um eine Infektion auszuschließen.
Während der Induktionsphase alle 3-6 Monate Röntgenkontrolle bis zur Apexbildung oder zum Wurzelendverschluss; nach definitiver Wurzelkanalfüllung Kontrolle nach üblichem endodontischem Nachsorgeschema.
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