Das Goldstandardverfahren bei Katarakt: Ultraschallenergie zerkleinert und entfernt die getrübte Linse, anschließend wird eine künstliche Intraokularlinse implantiert, um klares Sehen wiederherzustellen.
Die Phakoemulsifikation mit Implantation einer Intraokularlinse (IOL) ist der international anerkannte Goldstandard in der Kataraktbehandlung. Unter Lokalanästhesie legt der Operateur am Hornhautlimbus einen Mikroinzision von etwa 2-3 mm an, führt eine Ultraschallsonde in die Vorderkammer ein und zerkleinert mit Ultraschallenergie die getrübte natürliche Linse in Fragmente, die anschließend abgesaugt werden. Danach wird durch dieselbe Inzision eine faltbare IOL eingesetzt, die sich im Kapselsack entfaltet. Die selbstabdichtende Inzision benötigt in der Regel keine Naht, und der gesamte Eingriff ist meist innerhalb von 15-45 Minuten abgeschlossen. Die Wahl der IOL ist der entscheidende Faktor für die postoperative Sehqualität. Monofokale IOLs (die Standardoption, die in chinesischen öffentlichen 3A-Krankenhäusern von der Grundversicherung abgedeckt wird) bieten scharfes Sehen in einer einzigen Brennweite, meist für die Ferne. Multifokale und EDOF-IOLs (Extended Depth of Focus) verbessern gleichzeitig Fern-, Intermediär- und Nahsicht und verringern damit die Abhängigkeit von Brillen. Torische IOLs korrigieren zusätzlich einen Hornhautastigmatismus. Premium-IOL-Optionen werden vor allem in hochwertigen privaten Augenkliniken als Selbstzahlerleistung angeboten. Öffentliche 3A-Krankenhäuser in den chinesischen Metropolen verfügen über hohe Operationszahlen und ausgereifte chirurgische Erfahrung. Hochwertige private Augenkliniken bieten meist eine individuellere IOL-Beratung, längere Sprechzeiten und ein komfortableres Betreuungserlebnis. Patienten mit komplexen Begleiterkrankungen wie Diabetes, hoher Myopie oder gleichzeitig bestehendem Glaukom sollten sich vorzugsweise an ein starkes ophthalmologisches 3A-Zentrum wenden.
Schnellübersicht
Behandlung
15 mins – 45 mins
Beobachtung
1 days – 3 days
Geschätzte Kosten
¥998.79 – ¥6,242.45
Abteilung
Augenheilkunde
Für wen ist das geeignet
Schritt-für-Schritt-Ablauf

Der Patient liegt in Rückenlage. Topische Anästhesietropfen (Proparacainhydrochlorid) werden eingeträufelt; bei Bedarf kann eine peribulbäre oder retrobulbäre Blockade ergänzt werden. Das Operationsfeld wird steril vorbereitet, abgedeckt und das Lid mit einem Lidsperrer offen gehalten.
Es werden ein 2-3 mm großer klarer Hauptschnitt in der Hornhaut und eine 1 mm große Parazentese als Seitenschnitt angelegt. Die tunnelartige Architektur ermöglicht in der Regel einen selbstabdichtenden Wundverschluss unter dem Augeninnendruck ohne Nähte.
Zur Aufrechterhaltung der Vorderkammertiefe wird ein Viskoelastikum injiziert. Anschließend wird eine kontinuierliche kreisförmige Kapsulorhexis (CCC) mit einem Durchmesser von etwa 5-5,5 mm angelegt. Durch Hydrodissektion und Hydrodelineation wird der Linsenkern im Kapselsack mobilisiert.
Die Phakosonde wird eingeführt, und der Linsenkern wird mithilfe kalibrierter Ultraschallenergie und Vakuum geteilt, emulgiert und abgesaugt. Verbliebener Kortex wird mit einem Irrigations-/Aspirationshandstück (I/A) sorgfältig entfernt, wobei die hintere Kapsel intakt erhalten bleibt.
Ein Viskoelastikum wird in den Kapselsack injiziert. Die gefaltete IOL wird in einen Injektor geladen und durch den Hauptschnitt eingebracht, wo sie sich im Kapselsack entfaltet und zentriert. Verbleibendes Viskoelastikum wird abgesaugt und die Inzision durch Hydratation wasserdicht verschlossen.
Subkonjunktival werden Dexamethason und Tobramycin injiziert. Es wird ein Augenverband angelegt. Der Patient wird für etwa 1-2 Stunden im Aufwachbereich überwacht; nach Bestätigung eines stabilen Augeninnendrucks kann die Entlassung erfolgen.
Die Kataraktoperation ist ein einmaliger Eingriff. Bei beidseitiger Katarakt werden beide Augen in der Regel getrennt im Abstand von 1-2 Wochen operiert. Postoperativ sind antibiotische, kortikosteroidhaltige und NSAID-Augentropfen für 4-6 Wochen erforderlich.
Kosteninformationen
Geschätzte Preisspanne
¥998.79 – ¥6,242.45
Enthaltene Leistungen
Öffentliche 3A-Klinik, allgemeine Selbstzahlerleistung: etwa ¥8.000-18.000 pro Auge (inländische monofokale IOL); internationale Abteilung einer 3A-Klinik: etwa ¥15.000-30.000 pro Auge (importierte monofokale oder torische IOL); hochwertige Privatkliniken: etwa ¥25.000-50.000 pro Auge (importierte Premium-Multifokal-/Trifokal-IOL). Der IOL-Typ ist der wichtigste Kostenfaktor.
Vor Ihrem Besuch
Wenn Sie bereits aktuelle, gültige Testergebnisse haben, bringen Sie die Berichte mit. Andernfalls können diese Untersuchungen in der Regel vor dem Eingriff in China durchgeführt werden.
Fundusuntersuchung in Mydriasis (Ausschluss von Netzhauterkrankungen, Abschätzung der Sehprognose)
Hornhautendothelzellzahl (Beurteilung der Operationssicherheit)
Messung von Achsenlänge + Hornhautkrümmung zur IOL-Berechnung (IOL-Master-Biometrie)
Hornhauttopographie (Beurteilung des Astigmatismus, Auswahlhilfe für torische IOL)
Messung des Augeninnendrucks (Ausschluss eines Glaukoms)
Systemisches präoperatives Screening (EKG, Blutbild, Blutzucker, Gerinnung)
Mitbringen erforderlich
Aktuelle augenärztliche Befunde (einschließlich Hornhautendothelzellzahl und Fundusbefund)
Unterlagen zu systemischen Erkrankungen (Diabetes, Hypertonie — einschließlich aktueller Blutglukose- und Blutdruckwerte)
Vollständige Liste der aktuellen Medikamente (insbesondere Antikoagulanzien wie Aspirin oder Warfarin)
Dokumentation früherer Augenoperationen (falls zutreffend)
Reisepass und gültiges Visum
Am Operationstag ist eine verantwortliche Begleitperson für den Transport erforderlich. Auch die Begleitung zur Kontrolle am ersten postoperativen Tag ist empfehlenswert, da das Sehvermögen wegen Augenverband oder visueller Schwankungen eingeschränkt sein kann.
Nach der Behandlung
Das operierte Auge mindestens 1 Woche nicht reiben oder drücken; beim Schlafen den Schutzschild tragen
Für 1 Monat Schwimmen und Wasserkontakt mit dem Auge vermeiden; den Bereich um das Auge vorsichtig mit einem sauberen Tuch reinigen
Alle verordneten Augentropfen exakt wie angewiesen anwenden — typischerweise ein Dreifachschema (Antibiotikum + Steroid + NSAID); nicht vorzeitig absetzen
Schweres Heben, starkes Bücken und anstrengenden Sport für 2 Wochen vermeiden, um Druckspitzen im Auge zu verhindern
Schwankendes Sehen in den ersten 1-3 Monaten ist normal; die Adaptation an multifokale IOLs kann länger dauern
Bei plötzlich starken Augenschmerzen, abruptem Sehverlust oder deutlicher Zunahme von Mouches volantes oder Lichtblitzen sofort ärztliche Hilfe suchen
Nachkontrollen erfolgen am 1. postoperativen Tag, nach 1 Woche, nach 1 Monat und nach 3 Monaten, danach jährlich. Patienten von außerhalb können spätere Kontrollen mit einem örtlichen Augenarzt abstimmen.
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