Eine künstliche Zahnwurzel (Implantat) wird in den Alveolarknochen der Zahnlücke eingesetzt; nach Osseointegration wird darauf eine Krone befestigt, um Kaufunktion und Ästhetik wiederherzustellen.
Bei der Zahnimplantation wird eine künstliche Zahnwurzel aus Reintitan oder Titanlegierung chirurgisch in den Alveolarknochen der Zahnlücke eingebracht. Nach 3-6 Monaten Osseointegrationszeit verbindet sich das Implantat fest mit dem Knochen; danach werden Abutment und Krone aufgesetzt, um Form und Funktion des fehlenden Zahns wiederherzustellen. Im Vergleich zur klassischen Brücke müssen gesunde Nachbarzähne nicht beschliffen werden, und die Resorption des Alveolarknochens im Lückenbereich kann wirksam reduziert werden. Implantate gelten derzeit als die dem natürlichen Zahn am nächsten kommende Form des Zahnersatzes. Je nach Knochenangebot können simultane oder stufenweise Knochenaugmentationen nötig sein, z. B. gesteuerte Knochenregeneration, Sinuslift oder Knochenblocktransplantation. Implantate können bei guter Pflege langfristig funktionieren, aber es gibt keine lebenslange Garantie; die Lebensdauer hängt von Mundhygiene, Parodontalzustand, Rauchen, Blutzuckerkontrolle, Okklusionsbelastung und regelmäßiger Erhaltung ab.
Schnellübersicht
Behandlung
1 hours – 3 hours
Beobachtung
0 mins – 1 days
Geschätzte Kosten
€400 – €6,300
Abteilung
Implantologie
Für wen ist das geeignet
Schritt-für-Schritt-Ablauf

Vor der Operation mit Chlorhexidin spülen.
Nach lokaler Infiltrations- oder Leitungsanästhesie wird entlang des Alveolarkamms ein Schnitt gesetzt, ein Mukoperiostlappen aufgeklappt und der Knochen freigelegt. Nach Vorgaben des Implantatsystems wird das Implantatbett mit aufsteigenden Bohrern vorbereitet, wobei dreidimensionale Position, Achse und Tiefe präzise kontrolliert werden. Das Implantat wird bis zur geplanten Tiefe eingedreht und mit Abdeckschraube oder Gingivaformer versehen. Bei nicht versenkter Implantation, bei der der Gingivaformer in die Mundhöhle ragt, wird direkt vernäht.
Bei versenkter Implantation wird die Wunde verschlossen, sodass das Implantat vollständig unter Schleimhaut liegt. Unmittelbar postoperativ prüft ein Röntgenbild die Implantatposition; Kühlung reduziert Schwellung.
Es wird gewartet, bis Implantat und Knochen fest verbunden sind: im Oberkiefer 4-6 Monate, im Unterkiefer 3-4 Monate. In dieser Zeit soll das Implantat nicht belastet werden.
Nach abgeschlossener Osseointegration wird unter Lokalanästhesie die Schleimhaut eröffnet, das Implantat freigelegt und ein Gingivaformer eingesetzt, um die Gingivamanschette zu formen. Nach etwa 2-4 Wochen Heilung kann die prothetische Phase beginnen.
Der Abdruck erfolgt auf Implantatniveau offen oder geschlossen, und die Okklusion wird registriert. Das Labor fertigt die Implantat-Suprakonstruktion, z. B. Einzelkrone, verblockte Kronen oder Deckprothese, meist in 1-2 Wochen. Beim Einsetzen wird die Restauration einprobiert, Randpassung, Kontaktpunkte und Okklusion werden geprüft; nach Zufriedenheit wird zementiert oder verschraubt, Frühkontakte werden eingeschliffen und die Versorgung abgeschlossen.
Nach Eingliederung erfolgen Kontrollen nach 1 Woche, 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten und 1 Jahr zur Beurteilung von Implantatstabilität, Osseointegration und Restauration; danach alle 6-12 Monate.
Die reguläre Implantation umfasst meist Implantatinsertion, Osseointegrationszeit, Abdruck und Suprakonstruktion. Die Osseointegration dauert meist 3-6 Monate; bei Knochenaufbau, Sinuslift oder stufenweiser Operation kann sich die Dauer auf über 6 Monate verlängern. Bei geeigneten Fällen können Sofortimplantation oder Sofortversorgung erwogen werden, die Indikation muss aber streng geprüft werden.
Kosteninformationen
Geschätzte Preisspanne
€400 – €6,300
Enthaltene Leistungen
Die Kosten variieren je nach Implantatmarke (inländisch/koreanisch/deutsch/schweizerisch), Restaurationsmaterial (Metallkeramik/Vollkeramik), Bedarf an Knochenaugmentation und Operationskomplexität.
Vor Ihrem Besuch
Wenn Sie bereits aktuelle, gültige Testergebnisse haben, bringen Sie die Berichte mit. Andernfalls können diese Untersuchungen in der Regel vor dem Eingriff in China durchgeführt werden.
Klinische Munduntersuchung: Beurteilung von Form, Dicke und Höhe des Alveolarkamms im Lückenbereich, Zustand der Nachbar- und Gegenzähne, Okklusion, Mundhygiene und Parodontalzustand
CBCT: zwingende präoperative Untersuchung für Implantation; dreidimensionale Beurteilung von Knochenhöhe, -breite, -dichte und Beziehung zu wichtigen Strukturen; zentrale Grundlage der Implantatplanung
Beurteilung des Allgemeinzustands
Mitbringen erforderlich
Aktuelle orale Bildgebung (CBCT, Panoramaschichtaufnahme oder periapikales Röntgenbild)
Frühere Unterlagen zu Extraktion, Parodontalbehandlung, Implantaten oder Restaurationen
Allgemeine Krankengeschichte, insbesondere Diabetes, Osteoporose oder Einnahme antiresorptiver Medikamente
Aktuelle Medikamentenliste, insbesondere Antikoagulanzien, Bisphosphonate oder andere antiresorptive Medikamente
Medikamentenallergien
Aktuelle Ergebnisse zu Blutzucker, Gerinnung, Knochenstoffwechsel oder anderen präoperativen Untersuchungen (falls bereits vorhanden)
In der Regel ist keine Begleitung erforderlich; bei Kindern, älteren Menschen, Schwangerschaft, Begleiterkrankungen oder wenn Essen und Heimweg nach der Behandlung beeinträchtigt sein könnten, wird eine Begleitung durch Angehörige empfohlen.
Nach der Behandlung
Innerhalb von 24 Stunden postoperativ kühlen, jeweils 20-30 Minuten mit 1 Stunde Pause, um Schwellung zu reduzieren.
2 Stunden nach der Operation kühle bis lauwarme Flüssigkeiten; innerhalb von 1 Woche weiche Kost, sehr heiße, harte und scharfe Speisen vermeiden.
Innerhalb von 24 Stunden nicht Zähne putzen und nicht spülen; ab dem Folgetag sanft mit Chlorhexidin-Mundspülung spülen, 2 Mal täglich für 1-2 Wochen.
Innerhalb von 1 Woche starke körperliche Belastung, kräftiges Saugen und Ausspucken vermeiden.
Wenn der Arzt Antibiotika verordnet, diese nach Anweisung einnehmen; bei Bedarf Schmerzmittel verwenden.
Nahtentfernung nach 1-2 Wochen; resorbierbare Fäden müssen nicht entfernt werden.
Während der Osseointegrationsphase (3-6 Monate) im Implantatbereich keine harten Speisen kauen und das Implantat nicht belasten.
Gute Mundhygiene erhalten und den Bereich um das Implantat mit weicher Zahnbürste reinigen, wenn der Gingivaformer freiliegt.
Mindestens 3 Monate mit dem Rauchen aufhören, da Rauchen die Implantatverlustrate deutlich erhöht.
Bei anhaltender Blutung, starken Schmerzen, Fieber oder Implantatlockerung rechtzeitig vorstellen.
Nahtentfernung und Kontrolle 7-10 Tage postoperativ; Kontrolle der Osseointegration nach 3-6 Monaten; nach Eingliederung Kontrolle nach 1 Woche, 1 Monat, 3 Monaten, 6 Monaten und 1 Jahr; danach alle 6-12 Monate.
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